15. August 2015

Ob sie auch Wein trinkt?

Ein Nachmittagsbesuch in der Atelierwohnung von Liselotte Finke-Poser
Liselotte Finke-Poser in ihrer Atelierwohnung. Foto: André Wirsig
Liselotte Finke-Poser in ihrer Atelierwohnung.
„Ich habe nie ein großes Atelier gehabt“, sagt Frau Finke-Poser, als sie uns drei Vereinsmitglieder in ihre Wohnung bittet. Tatsächlich ist es hier ganz schön eng, jede Wand mit Bildern behängt, die großen Arbeiten lehnen sich an die Regale. Der typische Ateliergeruch herrscht nicht vor – die Zeit der Ölmalerei liegt schon ein paar Jahre zurück. Lieselotte Finke-Poser hat schon vieles hinter sich – kein Wunder in ihrem hohen Alter. Umso lieber schaut sie zurück; das Schlimme ist vorbei, das Schöne darf in der Erinnerung bleiben. Das Studium an der Kunsthochschule in Leipzig, das Kennenlernen Ihres Mannes, die erste eigene Wohnung, der Umzug nach Radebeul.

Junge Künstler, die noch die vielen Techniken der Malerei und Grafik lernen müssen, könnten viel von ihrer Erfahrung profitieren. „Ich hab ja noch so richtig große Lithografien gemacht, auch Schabkunst – das kann heute kaum noch jemand“, erinnert sie sich. Sehr aufwendige Techniken, die nicht nur Geduld, sondern auch genügend Raum und starke Arme brauchen – Lithosteine sind schwer. Deshalb hat sie gern Gemeinschaftswerkstätten genutzt.

10. August 2015

Weinsonderedition 2015

Weinsonderedition 2015
Obelix hat er stark gemacht, uns bringt er Kunst! Auf der Flasche steht zwar ´Rivaner´, und das ist auch wahr, aber eigentlich ist es  Zaubertrank! Denn aus Fleiß, guter Erde, Wasser, einem Berg voller Reben, Sonne und Wissen wird zuerst Wein gemacht. In schöne Flaschen gefüllt, verziert mit einem originellen Etikett und gut gepflegt lockt er zum Kosten und Kaufen. Was in die Kasse kommt, hilft dem Festival und beschert uns eine Wandertheatergruppe mehr.

Dass der Geist in der Flasche wohnt, weiß man. Dass Bacchus ihn gern herauslässt, um den Wein zu trinken, auch. Neu ist in diesem Jahr, dass er es sich als Dionysos gleich mal im Fass bequem gemacht hat. So wollte es Liselotte Finke-Poser, und so hat sie es mit Pinsel und sanften Farben aufs Papier gebracht. Ein Fuchs, der sonst die Trauben stibitzt, nimmt klugerweise gleich die Flasche. Wieso er die hinter der Bühne fand, bleibt offen. Eigentlich wird der Wein ordentlich gekauft. Für 14 Euro am Stand des Fördervereins. In Altkötzschenbroda, wo Radebeul den Herbst, den Wein und das Theater feiert.


WinzerWeingut Steffen Loose, Niederau / Gröbern
SorteRivaner
Lesedatum: 20. September 2014
Zuckergehalt zur Lese72° Oechsle
Farbe zart – gelb
Restsüße in g/l: 7,4
Säure in g/l: 5,6
Alkohol in Vol.-%: 13
Geschmack: Ein leichter, fruchtiger Zechwein mit angenehmen Muskataromen. Der Wein präsentiert sich sehr frisch und lebendig. Seine angenehme Frucht und die gut eingebundene Säure machen aus ihm einen wunderbaren Sommer-Wein.
Auch am Gaumen zeigt sich dieser Rivaner fein und rund. Sommerliche Salate mit Endivien, Rucola und Spargel finden in ihm den perfekten Begleiter.

Gekühlt trinken, die optimale Trinktemperatur beträgt circa 10–12°Celsius.

5. August 2015

Etikettierung der Weinsonderedition 2015

Am Montag, den 10. August, stellt der Förderverein des internationalen Wandertheaterfestivals die nunmehr neunte Weinsonderedition mit dem neuen Künstleretikett vor.

Die Flaschen werden am Montagnachmittag ab 17 Uhr in Looses Besenschänke in Niederau etikettiert. Unterstützt werden die Vereinsmitglieder dabei von der amtierenden sächsischen Weinkönigin Michaela Tutschke. Damit fällt gleichzeitig der Startschuss für den Verkauf der auf 350 Flaschen limitierten Edition.

Bei dem Wein vom Weinbau Steffen Loose handelt es sich um einen trockenen 2014er Rivaner aus den Gröbener Weinbergen.

Zum diesjährigen Doppeljubiläum des 25. Herbst- und Weinfestes mit XX. Internationalem Wandertheaterfestival gestaltete mit Lieselotte Finke-Poser ebenfalls eine Jubilarin das Künstleretikett. Die Radebeuler Künstlerin feiert dieses Jahr ihren 90. Geburtstag.

Die Etikettierung ist öffentlich, alle Interessierten und Freunde des Wandertheaterfestivals sind herzlich dazu eingeladen. Sammler und Weinkenner haben außerdem die Chance, sich eine bestimmte Flaschennummer oder ein Exemplar mit einer persönlichen Widmung durch die Künstlerin zu sichern.

21. Februar 2015

Das Dankeschön macht beide froh.

Hans-Georg Richter übergibt Stadtrat Thomas Gey die Nummer 1 der Jahrgangsedition 2014 des Fördervereins Internationales Wandertheaterfestival Radebeul.

Hans-Georg Richter übergibt Stadtrat Thomas Gey die Nummer 1 der Jahrgangsedition 2014 des Fördervereins Internationales Wandertheaterfestival Radebeul. Damit bedankt sich der Senior des Fördervereins im Namen aller Mitglieder herzlich für die sehr willkommene Spende von 1.000 Euro aus Mitteln der Radebeuler SPD-Fraktion. „So eine gute Sache kann man gern unterstützen“, sagt Stadtrat Thomas Gey, der das Wandertheaterfestival und die Weinsonderedition seit Jahren schätzt. Mit Spenden und eigenerwirtschafteten Mitteln fördert unser Verein jedes Jahr Theatergruppen, die zum Herbst- und Weinfest auf dem Anger in Kötzschenbroda auftritt. 

29. Oktober 2014

Über dem Düsteren die Rose

Ein Gespräch mit Markus Retzlaff 
von Christine Ruby

Markus Retzlaff in seinem Atelier „Oberlicht“ in Altkötzschenbroda. Foto: André Wirsig

Atelier Oberlicht  aber das klingt schon mal gut. Dort wird es nach Druckfarbe riechen, nach Terpentin und Papier. Ist auch so. Markus Retzlaffs Werkstatt ist gut gefüllt mit Werkzeug, Farben, Tischen und Pressen, es gibt viel Platz, sogar für Tisch und Sessel. Hier passen einige Menschen hinein  aber dazu später.

Der Verein wollte von ihm ein Weinetikett bekommen, zum schwierigen Thema Shakespeare. So etwas habe ich vorher nie gemacht, sagt Retzlaff. Das war spannend bis zum letzten Tag. Er spürt die Verantwortung, schließlich soll die Flasche so edel werden wie der Wein.
Man kann ja viel von Shakespeare lesen oder auf der Bühne sehen, und dazu hat ihn ein Schauspieler-Freund, des Öfteren genötigt. Aber wie er aussah, der geniale Dichter, wer er wirklich war, das weiß ja keiner! Also nachgeschaut in Lexika, in Texten über ihn. Doch je mehr man suchen geht auf dieser verwischten Fährte, desto weniger ist zu finden. Dafür gibt es viele Theorien: Er sei ein Synonym für mehrere Personen, ein Ungebildeter, ein Adliger, eine Frau. Schwer zu glauben.

26. September 2014

Liebe Freunde des Weins und des Theaters,

Schauspieler Herbert Graedtke, der Vorsitzende des Fördervereins Internationales Wandertheaterfestival Radebeul.
Herbert Graedtke mit der Weinsonderedition 2014.
mit einer neuen Sonderedition ehrt der Förderverein Internationales Wandertheaterfestival in diesem Jahr William Shakespeare. Die Flasche Müller-Thurgau vom Weingut Matyas trägt das Porträt des großen Meisters, gestaltet von Markus Retzlaff. Seine Radierung ist überschrieben mit dem abgewandelten Zitat "Der Rest ist Reigen" und nimmt damit Bezug auf das Motto des Festivals „Vivat Wiliam“. 

Dies ist die achte Weinsonderedition des Vereins. Seit seiner Gründung 2007 bringt er immer passend zum Thema eine limitierte Auflage eines Weines der Region Elbland heraus und macht diese kleine Sammlung von bisher acht Flaschen mit Künstleretikett zum beliebten Sammelobjekt. So tragen die Vereinsmitglieder, Künstler und Winzer dazu bei, das Fest vielgestaltig zu erhalten.

Wenn es wieder heißt „Radebeul genießen“, ist sicherlich dieses einzigartige Szenarium gemeint, bei dem Winzer ihren Wein präsentieren und ein buntes Völkchen herrlicher Komödianten aus aller Welt mit ihren erstaunlichen Leistungen das Publikum faszinieren.

Freuen wir uns auf alles, was wir von diesem „Dolmetscher der Natur in all ihren Zungen“, wie Gottfried Herder ihn nennt, zu sehen und zu hören bekommen. Erheben wir unser Glas mit einem herrlichen sächsischen Wein auf Shakespeares Genius und auf den immer neuen Zauber des Theaters. 

Ihr Herbert Graedtke
Bacchus aus Leidenschaft

11. August 2014

Weinsonderedition 2014

Dieses Jahr kommt die Nummer acht  haben wir das nicht gut gemacht? Und wieder kann der Verein eine Theatergruppe zum Wandertheaterfestival
einladen! Die Umsätze beim letzten Weinverkauf machen es möglich. Wir freuen uns über das Kommen des York Theatre Royal aus Großbritannien mit „Shakespeare im Becher“, auf die Klänge der ursprünglichen Sprache und auf einen faszinierenden Abend.

Noch vor dem ersten Kosten kam Markus Retzlaff die Idee: Shakespeare hochleben zu lassen auf einem Weinetikett, das geht nur mit typischen Symbolen.
Ein Portrait, allgemein ihm zugeordnet aber nicht bewiesen, ein Becher für Wein oder ein Getränk für die Ewigkeit, ein Totenschädel gar, memento mori. So viel
Seriöses soll einzig einem dienen: dem Ausdruck
größten Respekts vor dem unerreichten Meister. Eine
klassische Aquatinta war für den versierten Meister
der Radierung gerade angemessen. Trotzdem macht der wunderbare Tropfen besonders gute Stimmung. Versprochen. 


WinzerWeingut Matyas 
Sorte: Müller Thurgau, trocken
Jahrgang: 2013
Lage: Radebeuler Lößnitz
Farbe: leinen
Duft: fruchtig, würzigfrisch, an Äpfel, Citrus und Muskat erinnernd
Restsüße in g/l: 5,8
Säure in g/l: 6,4
Alkohol in Vol.-%: 12,5
QualitätQualitätswein
Geschmack: saftiger Müller Thurgau, begeistert mit einer herrlich frischen Fruchtaromatik und einem feinwürzigen Geschmack.